Ioniq 9 - Sieg im Vergleichstest gegen den Volvo EX 90
Zum Vergleichstest musste der Hyundai Ioniq 9 bei „auto, motor und sport“ (Ausgabe 17/2026) gegen den Volvo EX90 antreten. Er überzeugte mit seiner hohen Funktionalität, der einfachen Bedienung und seinem Ausstattungsumfang und sicherte sich damit den Sieg.
Der Ioniq 9 wirke nicht nur auf Bildern kolosssal: In der Topvariante Uniq als Sechssitzer mit 315 kW (428 PS) starkem Allradantrieb, gespeist aus zwei jeweils 157 kW starken Permanentmagnet-Synchronmotoren, mangele es ihm nicht an Kraft. 700 Newtonmeter maximales Drehmoment würden an den Achsen reißen und den 2,7-Tonner in glatten fünf Sekunden auf Landstraßen-Tempo wuchten. Dabei wirke der Antritt keineswegs brachial, sondern eher geschmeidig.
Zur Variabilität: Es sei schon ganz großes Kino, was sich dort im Heck abspiele. „Schwingt die riesige elektrische Klappe auf, reicht ein simpler Tastendruck, und die Lehnen der dritten und zweiten Reihe fahren im Zeitlupentempo elektrisch nieder. So ergibt sich eine gigantische Spielwiese mit bis zu 2 494 Litern Ladevolumen. Fahren die Sitze wieder aufrecht, bleiben 338 Liter, genug für den großen Wochenendeinkauf. Selbst an ein Fach für das Laderollo hat Hyundai gedacht - ein Detail, das beim Volvo fehlt“, berichtet das Magazin.
Der Zustieg, auch nach ganz hinten, gelinge durch die riesigen, im rechten Winkel öffnenden Fondtüren und die elektrisch verschiebbaren Sitze fast so einfach wie in einem Kleinbus. Und auch die dritte Reihe verdiene das Prädikat „vollwertig für Erwachsene“. Große Fenster, USB-C-Stromversorgung und Cupholder nähmen langen Reisen den Schrecken. In Reihe zwei würden die Passagiere auf feinsten Business-Class-Einzelsitzen, inklusive voll klimatisierbarer Sitzflächen thronen. Für noch mehr Platz lässt sich der Beifahrersitz auch vom Fond aus verschieben, und die geräumige Mittelkonsole läuft auf Schienen.
Weitere Pluspunkte sammelte der Ioniq 9 mit seiner Bedienung. Statt sich wie der Volvo in Touch-Menüs zu verheddern, gehe der Koreaner den klassischen Weg: echte Tasten, griffige Walzen am Lenkrad und ein eigenes Klimamodul. Das Infotainment wirke optisch zwar etwas oldschool, sei dafür aber einfach strukturiert und mit großen Trefferflächen versehen.
„Auf der Straße kaschiert der Ioniq seine Masse erstaunlich gut. Die Regelelektronik hat die 315 kW bestens im Griff. Selbst bei zügigem Kurventempo nervt das ESP den Fahrer nicht mit harten Eingriffen, sondern regelt dezent im Hintergrund. Die Fahrerassistenzsysteme agieren souverän und zuverlässig, insbesondere der automatisierte Spurwechsel funktioniert hier besser als im Volvo. Und über die Lenkradpaddles lässt sich die Rekuperation intuitiv bis hin zum Ein-Pedal-Fahren justieren“, lobt „auto, motor und sport“.
Beachtlich sei auch der Federungskomfort. Lediglich Kopfsteinpflaster oder Asphaltrisse verarbeite das Fahrwerk samt den 21-Zöllern und Reifen mit hoher Traglast etwas hölzern. Auf der Autobahn gleite der Ioniq 9 hingegen betont ruhig, auch wenn aus dem Heckbereich stets ein leises Jaulen vom hinteren Antrieb zu hören sei.
„Der Ioniq 9 brilliert mit intuitiver Bedienung und ist hier der Funktionalitäts-Meister. Zudem ist er voll ausgestattet und weniger kostspielig“, so das Fazit.
(konjunkturmotor.de - Redaktionsdienst, KK, August 2026)
Verbrauchs- und Emissionswerte nach WLTP:
kombinierter Energieverbrauch: 19,9 kWh/100 km, CO2-Ausstoß: 0 g/km, CO2-Klasse: A
kombinierter Energieverbrauch: 20,4 kWh/100 km, CO2-Ausstoß: 0 g/km, CO2-Klasse: A
kombinierter Energieverbrauch: 20,6 kWh/100 km, CO2-Ausstoß: 0 g/km, CO2-Klasse: A